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Die Forschung zu Führungsstilen hat eine lange Tradition.

Erster Ansatz: die Eigenschaftstheorien. Hauptsächlich in den dreißiger und vierziger Jahren dieses Jahrhunderts wurde versucht, die wesentlichen Charaktereigenschaften erfolgreicher Führungspersönlichkeiten, z.B. Intelligenz, Beharrlichkeit, Durchsetzungsvermögen, etc., zu ermitteln. Die Ergebnisse waren jedoch unbefriedigend und inkonsistent. Sie gaben Auskunft darüber, welche Persönlichkeiten eher in einer Führungsposition zu finden sind, ließen die Effektivität aber unberücksichtigt.

In den fünfziger Jahren rückte deshalb mehr das eigentliche Führungsverhalten in den Fokus der Forschung. Demnach lauteten die Fragen: "Was machen Führer, wenn sie führen und wie erfolgreich sind sie dabei?" (Ohio-Studien, 1957). Auch bei diesem Ansatz ist der größte Kritikpunkt, dass er die Effekte der Führungsstile auf Leistung und Zufriedenheit der Geführten nicht berücksichtigt.

Ein spezieller Führungsstil, über den innerhalb des Verhaltensansatzes im Zeitraum von 1950 bis 1980 viel geforscht wurde, ist der partizipative Führungsstil. Auch hier sind die Ergebnisse hinsichtlich der Effektivität inkonsistent.

Die unklaren Ergebnisse führten die Forschung zu den Situationstheorien. Wenn bestimmte Führungsstile manchmal effektiv sind und manchmal nicht, so muss man die Bedingungen identifizieren, unter denen unterschiedliche Führungsstile angemessen sind. Es wurden eine Vielzahl von Einflußfaktoren definiert, z.B. Mitarbeiterverhalten, die Merkmale der Aufgabe, Gruppennormen, Qualifikation, etc.. Auch diese Theorien haben sich als zu einseitig erwiesen, da sie allgemeingültige Aussagen für alle Führungspersönlichkeiten treffen wollen.

In den Interaktionstheorien wird Führung als interaktiver Prozess beschrieben, der durch das Zusammenwirken verschiedener Faktoren bestimmt wird. Dazu gehören die Persönlichkeitsmerkmale der Beteiligten, sowohl des Vorgesetzten als auch der übrigen Gruppenmitglieder, die objektiven Bedingungen einer Situation sowie deren subjektive Wahrnehmung und Beurteilung durch die Gruppenmitglieder.

Eine wichtige Fähigkeit des Führenden besteht demnach darin, die wesentlichen Einflüsse sowie die Wirkung seines Verhaltens zu erkennen und zu berücksichtigen.

 

Nach diesem Einblick in die Führungsforschung lesen Sie bitte den Abschnitt
11.4. Führung (in: H. Schuler, Lehrbuch Organisationspsychologie, S. 337-348). Das Buch ist in der Fachbereichsbibliothek vorhanden.

Sie können den Text auch hier direkt als PDF-Dokument (12 Seiten, 119 KB) laden und ggf. ausdrucken. Text "Führung und Führungskonzepte"

© 12.02.01 SR