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Auf dem Sonnendeck eines Kreuzfahrtschiffs gibt es etwa 1/3 so viel Liegestühle wie Passagiere. Das reichte bisher aus, denn die wenigsten Passagiere liegen den ganzen Tag in der Sonne. Wer seinen Platz verlässt, nimmt seine Sachen mit, so dass der Liegestuhl für den nächsten frei ist. Alle machen das so und deshalb findet man eigentlich immer einen freien Liegestuhl.

Das ändert sich als bei einem Zwischenstop ein Teil der Passagiere von Bord geht und eine neue Gruppe hinzukommt. Die Neuen halten sich nicht an die bisherige Ordnung sondern "belegen" ihren Liegestuhl mit Handtuch und anderen Utensilien, auch wenn sie weg sind. Ausserdem beauftragen sie ihre Nachbarn, den freien Liegestuhl als "besetzt" zu verteidigen. Die Liegestuhl-Besetzer solidarisieren sich um ihr gemeinsames Interesse.

Damit sind zwei Klassen entstanden:
1. die Minderheit der Liegestuhl-Privilegierten - die "Besitzer"
2. die Mehrheit der Liegestuhl-Unterprivilegierten - die "Nicht-Besitzer"

Die Besitzer festigen ihre Situation dadurch, dass sie ihre Liegestühle bei eigener Abwesenheit an Nicht-Besitzer vermieten. Als Gegenleistung müssen diese einen Trink spendieren und den Liegestuhl bewachen.

Damit sind drei Klassen entstanden:

1. die Minderheit der Liegestuhl-Privilegierten - die "Besitzer"
2. die Minderheit der Wächter - die Dienstleister
3. die Mehrheit der Liegestuhl-Unterprivilegierten - die "Nicht-Besitzer"

(vgl. Popitz, 1992, S 185 ff]

 

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